Wie Landschaft zum Park wird – der neue Landschaftspark

Um die Landschaft der Korridore und des Dritten Grüngürtels vor dem wachsenden Druck durch Siedlungs- und Verkehrsentwicklung zu schützen und sie als Grün- und Freiräume im städtischen Umfeld zu erhalten, bedarf es entsprechender Gestaltungsansätze und -konzepte. So verwandelten bereits Konrad Adenauer und Fritz Schumacher in den 1920er-Jahren weite Teile der landwirtschaftlichen Flächen des Kölner Grüngürtels in öffentliche Parkflächen. Dem Grunderwerb folgte der Umbau mit der Begründung neuer Wald- und Wiesenflächen oder der Anlage von großen Teichen.

Heute hat sich der Begriff des „Landschaftsparks“ als richtungweisender Weg zur Sicherung und Aufwertung von Freiräumen in Stadtlandschaften etabliert. Dabei geht es jedoch nicht darum, eine Ideallandschaft herzustellen und romantisch im Sinne einer Parkanlage zu überhöhen, sondern die Landschaft mit ihren Wäldern, Feldern, Wegen, Bächen und Flüssen durch gezielte Maßnahmen sinnvoll zu „ergänzen“ und als Freiraum zu entwickeln. Wichtig ist, dass die Maßnahmen dem authentischen Charakter der Landschaft gerecht werden und diesen stärken. Vor diesem planerischen Hintergrund will RegioGrün die Landschaft in den Korridoren langfristig und nachhaltig aufwerten und gestalten. So werden Siedlung und Verkehr gelenkt und gleichermaßen attraktive Orte für Naherholung und Standorte zum neuen Wohnen und Arbeiten geschaffen.