Die Schaffung des Kölner Grünsystems wurde ganz besonders durch die Tatsache gefördert, dass Konrad Adenauer im Jahre 1917 Oberbürgermeister der Stadt Köln wurde. Sein Ideal einer einheitlichen und organischen Stadtgestalt, in der umfangreiche Grünflächen für die Bewohner geschaffen werden, sollte in den Nachkriegsjahren in die Realität umgesetzt werden. Das Verdienst Adenauers ist hierbei nicht nur in der Tatsache zu sehen, dass er auf politischer Ebene erst die Voraussetzungen zur Durchführung eines solchen Projektes schaffen konnte, sondern vielmehr darin, dass es ihm gelang den Baudirektor der Stadt Hamburg, Fritz Schumacher, für drei Jahre (1920-1923) nach Köln zu holen. In diesem kurzen Zeitraum gelang es Schumacher, nicht nur die Linien der künftigen Stadtentwicklung festzulegen, sondern auch wesentliche Akzente zur Durchführung dieses Programms zu setzen. Dabei fand Schumacher eine Stadtstruktur vor, die ganz besonders durch die Befestigungseigenschaft der ehemals preußischen Stadt hervorgerufen war und seinen Idealvorstellungen eines radial austrahlenden und gegliederten organischen Stadtkörpers entgegenstand. Von großer städtebaulicher Bedeutung waren für Schumacher in dieser Frage die Grünflächen, die nicht nur als Erholungsflächen dienen sollten, sondern den gesamten Stadtkörper zu gliedern und zu strukturieren hatten. Folgte Schumacher zunächst der Vorgabe sowohl den Inneren als auch den Äußeren Festungsrayon zur Anlage zweier Grünringe vorzusehen, so war es für ihn von überaus großer Bedeutung, durch Ausweisung radial gerichteter Grünzüge den konzentrischen in einen radartigen Stadtkörper überzuführen.
Dem linksrheinischen Äußeren Grüngürtel kamen hierbei neben sozialen vor allem stadthygienische Funktionen gegen die im Westen liegenden Braunkohlegebieten zu. In der Ausgestaltung des Äußeren Grüngürtels entwickelt Schumacher weitreichende konzeptionelle Vorstellungen, die einen gestalterischen und in der Nutzungsintensität gestaffelten Übergang von der Bebauung über den Grüngürtel in die freie Landschaft vorsahen.
Schon bevor Schumacher den Ruf nach Köln annahm, war es im Bereich des heutigen Äußeren Grüngürtels zur Anlage einzelner bedeutender Parkanlagen durch Gartenbaudirektor Adolf Kowallek (1887-1902) und seinen Nachfolger Fritz Encke (1903-1926) gekommen. Neben den bedeutenden Anlagen Beethovenpark, Volkspark Raderthal und dem Sportpark Müngersdorf sind auf Encke insbesondere die umfangreichen Umgestaltungen der nach dem I. Weltkrieg aufgelassenen Fortanlagen des ehemaligen Festungsrayons zurückzuführen. Diese zu Sportflächen, Erholungsanlagen oder Freilichtschulen umgestalteten Forts sowie die vorhandenen Parkanlagen wurden gestalterisch und funktional in das Gesamtkonzept des Grüngürtels miteinbezogen.
Die eigentliche Ausgestaltung des Äußeren Grüngürtels erfolgte in den Jahren 1927-1929 nach Plänen des damaligen Stadtbaurats Theo Nussbaum (1926-1945). Das von Nussbaum zugrunde gelegte Konzept war auf ein umfangreiches soziales Grünflächenprogramm ausgerichtet, dass neben ausgedehnten Waldflächen und einzelnen Sportanlagen vor allem weite offene Volks- und Lagerwiesen, vorsah. Diese Wiesenflächen sind für Nussbaum " ... das eigentliche Sammelbecken der Grünanlagen, in das sich die vielen, ungebundene Freiheit suchenden Menschen ... ergießen", und das Raum für die unterschiedlichsten Aktivitäten bietet. Konnten in der Ausbauphase umfangreiche künstliche Wasserflächen angelegt werden, so wurde das vorgesehene bauliche Programm nicht realisiert. Bis zum Jahre 1929 war annähernd das gesamte Gebiet bis nördlich der Aachener Straße fertig gestellt, lediglich ein kleinerer, zentral gelegener Bereich wurde erst in den 60er Jahren durch den damaligen Leiter des Garten- und Friedhofsamtes Kurt Schönbohm (1950-1973) gestaltet und in den Grüngürtel miteinbezogen.