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Von Adenauer zu RegioGrün
 
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Geschichte der Gürtel

Die Struktur des heutigen Grünsystems der Stadt Köln mit seinen Hauptelementen, dem Inneren und Äußeren Grüngürtel sowie den verbindenden Grünzügen, hängt eng mit dem Ausbau der Stadt als preußische Befestigung zu Anfang des 19. Jahrhunderts zusammen.
 


Mit der Besetzung Kölns durch die Preußen setzten ab 1815 umfangreiche Baumaßnahmen zum Ausbau der Stadt als Festung ein. Waren es zunächst Maßnahmen zur Verstärkung der mittelalterlichen Mauer, so begann man kurze Zeit später mit der Errichtung einer 600 m stadtauswärts gelegenen neuen Verteidigungszone, bestehend aus einzelnen, voneinander getrennt gelegenen Festungswerken (Forts).
Die zu Beginn des 19. Jahrhunderts einsetzende Industrialisierung führte auch in Köln zu einem starken Bevölkerungsanstieg, doch war eine Ausdehnung der Stadt aufgrund des ausgebauten Befestigungsringes zunächst nicht möglich. Erst als die Stadtmauer und der vorgelagerte Fortgürtel der Entwicklung der neuen Schusswaffentechnik nicht mehr standhalten konnten, entschloss man sich zum Ende des 19. Jahrhunderts, die Verteidigungsanlagen aufzugeben.Ein neuer innerer und äußerer Festungsgürtel wurden angelegt.
Der innere Befestigungsring umschloss halbkreisförmig das Gebiet der ab 1881 begonnenen Stadterweiterung (Neustadt) und bezog einige wenige Festungswerke des ehemaligen Fortgürtels mit ein. Die Befestigung bestand hier aus einer Umwallung, einem gemauerten Graben mit erdbedeckten Kasematten und einem davor liegenden etwa 600 m tiefen Schussfeld, das von jeglicher Bebauung freigehalten wurde.
Der äußere Verteidigungsring wurde in einem Radius von 5,6 bis 7,7 km um den Dom auf beiden Seiten des Rheins angelegt. Er bestand aus einzelnen, voneinander getrennt liegenden Fortanlagen und Zwischenwerken sowie einem vorgelagerten freien Schussfeld. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges umfasste der 42 km lange Fortgürtel insgesamt 182 Befestigungswerke. Köln war damit zur größten und mächtigsten Festung im Deutschen Reich geworden.


Doch schon kurze Zeit nach Anlage des inneren Festungsringes zeigte sich, dass dieser das stetige Wachstum der Stadt behinderte. Nach langwierigen Verhandlungen mit dem preußischen Kriegsministerium gelang es der Stadt 1907, die Festungseigenschaft des Gebietes aufzuheben und das Gelände zu kaufen. Die ursprünglich vorgesehene Bebauung des Geländes verzögerte sich jedoch und wurde durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zunächst gestoppt.


Adenauer - Vision Grüngürtel