Dieser Korridor liegt vorwiegend auf der Rhein-Niederterrasse und ist geprägt von erkennbaren Altrheinschleifen, der topografischen Stufe zum Ville-Vorland und den Auwaldresten des Chorbusch. Die charakteristischen Kulturlandschaftsfragmente des Nordkorridors sollen herausgestellt, entwickelt und durch eine Route zwischen Mediapark Köln und Kloster Knechtsteden für die Bevölkerung erschlossen und erfahrbar gemacht werden.
Der Name 'Am alten Rhein' weist auf ehemalige Rheinstromarme hin, die in geologischen Zeiträumen von Schotter, Sanden und fruchtbaren Hochflutbildungen überdeckt wurden und heute nicht mehr unmittelbar erkennbar sind. Es gibt aber eine Vielzahl an Hinweisen, die diese in der Tiefe verborgene Geschichte heute an der Oberfläche nachzeichnen und damit lebendig werden lassen. Hierzu gehört der Kiesabbau beim Stöckheimer Hof, in dem Ablagerungen des Alten Rheins als Kiese zu Tage befördert werden. Hierzu gehören auch die Altarmschlingen der Großen und Kleinen Laache, die schmale Hangkante bei Stommeln, die als ehemaliger Prallhang des Alt-Rheins das Gewässersystem des Stommeler Bachs begleitet, das Waldgebiet des Chorbuschs auf Flugsanden und die Siedlungsstruktur von Stommeler Busch, die auf die ehemals feuchte Niederungslandschaft verweist. Heute ist die Landschaft vorwiegend durch Ackerbau geprägt.