Auf den fruchtbaren Böden der Mittelterrasse zwischen Köln und Bonn haben sich intensive Kulturen von Obst und Gemüse etablieren können. Sie bestimmen vor allem die Landschaft um Sechtem.
Der Korridor erstreckt sich ausgehend vom Äußeren Kölner Grüngürtel bis zum Anschluss des Regionaleprojekts `Grünes C Bonn´ auf Höhe des Ortes Hersel. Wie der Nordkorridor ist auch der Südkorridor stark durch die im Untergrund vorkommenden Kiesablagerungen des Altrheins geprägt. Der Schwerpunkt des Kiesabbaus liegt zwischen Meschenich und Keldenich. Weiter im Süden, im Umfeld von Sechtem, ließen gute, fruchtbare Böden die Ausbeutung der Kieslagerstätten nicht zu. Hier konnte sich bis heute eine stabile Gemüsebaulandschaft halten, die als `Gärten vor Köln´ für den Korridor namensgebend ist. Während für die Kieslandschaften die Aufgabe der Ordnung im Vordergrund steht, gilt für die Gemüsebaulandschaft primär die Sicherung der Flächen vor anderen Begehrlichkeiten und die Entwicklung der wenigen, aber den Raum prägenden Gewässerleitlinien.