Hier werden weite Teile der Bergbau-Folgelandschaft im Südwesten von Köln mit den neu begründeten Wäldern und zahlreichen Wasserflächen erfasst. Der Südwest-Korridor erstreckt sich vom äußeren Kölner Grüngürtel weg in zwei Ästen. Ein Ast erreicht die Erftaue auf Höhe der Gymnicher Mühle, der andere erreicht sie bei Bliesheim und findet dort seine Fortsetzung im Projekt `Römerstraße´. Die `Römerroute´ läuft in Teilen durch den Südwest-Korridor und kreuzt die Regiogrün-Route.
Kennzeichnend für den Korridor sind die `Villeseen´, die durch den frühen Kohleabbau auf dem Villerücken entstanden sind. Dieser Raum steht mit seinem wasser- und waldreichen Charakter im Gegensatz zu den sich nördlich anschließenden Tagebauen. Erholungsnutzung an den Seen hat hier Tradition, obwohl die Ausgestaltung der Seen hierfür häufig nicht hinreichend ist. Noch heute ist der Raum eng verknüpft mit der industriellen Tradition. Während das Kraftwerk Goldenberg und das Feierabendhaus bereits Industriegeschichte schreiben, weist das Energie- und Chemiecentrum ECC Knapsack in die Zukunft. Deponien und das Abfallverwertungszentrum sind ebenfalls Bestandteile des Korridors. Diese sich doch widersprechenden Teile eines Ganzen haben ihren gemeinsamen Ursprung in der Braunkohle. Darauf gilt es in dem Korridor Südwest hinzuweisen und unter Berücksichtigung dieser Brüche die Erholungsqualität zu steigern.