Die Bundesautobahn A 4 bestimmt einen wesentlichen Teil dieses Korridors. Sie überquert den Ville-Kamm, vom Rasthof Frechen gibt es einen weiten Blick nach Osten in die Kölner Ebene. Mit dem Marienfeld, einem ehemaligen Tagebau, knüpft der Korridor an den Dritten Grüngürtel, die Erftaue, an.
Neben dem Thema Energie, das im Nordwestkorridor eine wesentliche Rolle spielt, ist die Verkehrsinfrastruktur bestimmendes Kennzeichen jeder Stadtlandschaft. Ohne Mobilität ist kein Ballungsraum funktionstüchtig.
Der Korridor West ist eingespannt zwischen die Bahnlinie Köln–Aachen im Norden und die BAB A4 im Süden. Sowohl Individualverkehr als auch öffentlicher Nahverkehr sind unverzichtbare Bestandteile einer Stadtlandschaft mit allen positiven und negativen Folgen. Schnelligkeit und gute Erreichbarkeit stehen Lärmemissionen und Zerschneidung der Landschaft gegenüber. Ziel ist es deshalb, den noch verbliebenen engen Korridor zu erhalten und für Naherholung und Freizeitnutzung in Wert zu setzen. Die durch die Mitte des Korridors verlaufende Route wird als ergänzende Verkehrsader verstanden, die aufgrund einer verlangsamten Geschwindigkeit ein neues Raumerleben ermöglicht.