1. Spatenstich für den Landschaftspark Belvedere

Oberbürgermeister Jürgen Roters gibt Startschuss für Beginn der Bauarbeiten

 

Mit einem dreistündigen Informationsprogramm für alle Kölnerinnen und Kölner ging das Regionale 2010-Projekt „Landschaftspark Belvedere“ am letzten Samstag in die Realisationsphase. Oberbürgermeister Jürgen Roters setzte um 11 Uhr am Standort „Domblick“ den symbolischen ersten Spatenstich.

Um 12 Uhr stellte das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen das Vorhaben am Gut Vogelsang am Carl-von-Linné-Weg vor, anschließend lud das das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung zu einem Rundgang durch seine Wissenschaftsscheune und den Schaugarten ein. Um 13 Uhr begannen am Gut Vogelsang Führungen zur Freiluga, zum Zwischenwerk Vb, zum Haus Belvedere, zum Fort IV und zur Wegeverbindung „Alte Baumschule“ sowie zu den Aussichtspunkten „Domblick“ und „Felderweg“ im Landschaftspark.

Der circa 300 Hektar große Landschaftspark Belvedere gehört zu den Kölner Stadtbezirken Lindenthal und Ehrenfeld. Die Militärringstraße im Osten und die Autobahn A1 im Westen, die Bahnlinie Köln-Aachen im Süden und das WDR-Gelände in Bocklemünd im Norden begrenzen das Areal. In seiner Mitte liegt das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, das mit dem Gut Vogelsang auch die umliegenden Äcker bewirtschaftet. Eine Wissenschaftsscheune mit Schaugarten macht die Forschung rund um die Nutzpflanzen für die breite Öffentlichkeit erlebbar. Der Landschaftspark Belvedere schließt eine Lücke im Äußeren Kölner Grüngürtel und dient gleichzeitig als Gelenk zu zwei Landschaftskorridoren, die die Verbindung zur Ville und Erftaue herstellen.

Die räumliche Grundstruktur und das Thema des Landschaftsparks entwickeln sich aus seiner Lage heraus. Die Leitidee des Entwurfs orientiert sich am Gestaltungsprinzip des Äußeren Grüngürtels. Waldparzellen schirmen das Gebiet nach außen ab und rahmen nach innen die Erholungsflächen ein. Diesem Prinzip folgend erhält auch der Land-schaftspark Belvedere einen starken Waldrahmen. Im Innenbereich macht der Land-schaftspark Belvedere die landwirtschaftliche Nutzung zum Thema und setzt sie in Sze-ne.
Seine Räume leisten zweierlei: zum einen Produktionsstätte zu sein, zum anderen aber auch Erlebnisraum für Erholungssuchende.

Bei der Realisierung der Parkgestalt kommt dem Landwirt eine Schlüsselrolle zu. Eine vierte, blühstarke Frucht oder zusätzliche Zwischenfrüchte ergänzen künftig die vorhandene Fruchtfolge und machen das Patchwork der Felder deutlicher, farbenfroher und abwechselungsreicher.

Das vorhandene Wegekreuz von Belvederestraße/Vogelsanger Weg und Carl von Linné Weg/Auf der Aspel ergänzt ein neu angelegter Rundweg. Dieser teilt sich in einen ‚Waldweg’ in der östlichen und einen ‚Felderweg’ in der westlichen Hälfte des Parks. Um bei der Wegebeschaffenheit sowohl den Erfordernissen der Landwirtschaft  als auch denen der Erholungssuchenden gerecht zu werden, erhalten Felder- und Waldweg einen geschotterte Fahr- und einen asphaltierten Seitenstreifen.

Neben begleitenden „Blühstreifen“ betonen vier als „Belvederes“ bezeichnete Aussichtspunkte den Felderweg und machen ihn in seinem Verlauf kenntlich. Von dort eröffnen sich den Parkbesucherinnen und -besuchern neue Perspektiven und Ausblicke auf Landschaft, Landwirtschaft und die Stadtsilhouette.

Text: Stadt Köln, Bilder: Rhein-Erft-Kreis