1. Spatenstich für die Kultur- und Landschaftsachse Strunder Bach

Oberbürgermeister Jürgen Roters startet interkommunales Regionale-Projekt

 

 

Mit einem öffentlichen Informationsprogramm ging das Regionale 2010-Projekt „Kultur- und Landschaftsachse Strunder Bach“ am letzten Samstag in die Realisationsphase. Oberbürgermeister Jürgen Roters setzte um 13 Uhr am Thurner Hof den symbolischen ersten Spatenstich. Anschließend sprach Wolfgang Leuthe, Leiter des Amts für Stadtgrün der Stadt Bergisch Gladbach, zu den Gästen. Bei dem Regionale-Projekt arbeitet die Stadt Köln mit der Nachbarstadt im Osten zusammen.

Eine Stunde vorher, um 11.30 Uhr, begannen zwei Spaziergänge an der Kreuzung von Johann-Bensberg- und Isenburger Straße und an der Stadtbahn-Endhaltestelle Thielenbruch, beide mit dem Ziel Turner Hof. Auf dem Weg erläuterten Experten das Regionale-Projekt. Um 13.30 Uhr begannen im Garten des Thurner Hofs Vorträge zu den so genannten „Lupenräumen“, dem Abschnitt des Rad- und Fußwegs in Bergisch Gladbach, der künftigen Wegeachse am Thurner Hof und dem VHS-Biogarten.

Die Strunde entspringt am Ortsrand von Herrenstrunden im Bergischen Land, sie mündete ursprünglich im Kölner Stadtteil Mülheim in den Rhein. Das Gewässer durchfließt auf seinem circa 20 Kilometer langen Verlauf die Stadt Bergisch Gladbach und die Kölner Stadtteile Dellbrück, Holweide, Buchheim und Mülheim. Der Höhenunterschied zwischen Quelle und Mündung beträgt 100 Meter.

In früheren Jahren hatte die Strunde eine größere wirtschaftliche Bedeutung als alle anderen rechtsrheinischen Bäche. Wasserkraft war für die Menschen Jahrhunderte lang der wichtigste Energielieferant. An Deutschlands „fleißigstem Bach“ standen rund 50 Mühlen. Noch heute sind zahlreiche von ihnen erhalten, sie zeugen gemeinsam mit Höfen und Wasserburgen vom früheren Stellenwert der Strunde. Während der Besiedelung ihrer Ufer im frühen Mittelalter wurde das Bachbett bis zum Rhein bei Mülheim künstlich erweitert und teilweise in Dammlage verlegt.

Im Rahmen der Regionale 2010 gestalten die Städte Köln und Bergisch-Gladbach entlang des Strunder Bachs eine Kultur- und Landschaftsachse. An ihr sollen mehrere „Lupenräume“ genannte Themenareale entstehen. Sie präsentieren besonders sehenswerte Punkte der Strunde und machen die kulturlandschaftliche Entwicklung des Bachs deutlich. Auf Kölner Stadtgebiet gibt es drei Lupenräume mit den Namen „Wo die Strunde untergeht“, „Kreuzwasser“ und „Landschaftspark Isenburg“.

Parallel zur Entwicklung der Themenareale optimiert die Stadt Köln in vier definierten Teilabschnitten die Wegeachse. Sie schließt Lücken, bessert die Beläge aus und pflanzt Gehölze an. Entlang des Strunder Bachs entsteht so eine attraktive Erlebnisroute mit einem durchgehenden Rad- und Fußweg von Köln-Mülheim bis zum Quellgebiet in Herrenstrunden.

 

Text und Bilder: Stadt Köln

Bilder: Stadt Köln