Ostern soll die Mühle fertig sein

Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 09.10.2014

Werner Stump, Vorsitzenden des Mühlenverbands Rhein-Erft-Rur, hat in Gymnich die interaktive Ausstellung „Vom Korn zum Brot“ eröffnet: Dabei kündigte er die Vollendung des Naturparkzentrums für Ostern an.    

 

Bauer, Müller, Bäcker – der Weg vom Korn zum Brot ist mit diesen drei Berufen recht einfach zu beschreiben. Wie viele Ähren in einem Getreidefeld auf knapp zwei Quadratmetern zu finden sind, das ist schon schwieriger zu ergründen. Wer die Exponate in der Ausstellung „Vom Korn zum Brot“ aber ausgiebig studiert hat, der kann sich am Ende des Rundgangs speziellen Fragen stellen und per Knopfdruck die (richtige) Antwort geben.

Für die Kinder der Offenen Ganztagsschule St. Barbara-Concordia in Erftstadt-Kierdorf gab es zur Eröffnung der Ausstellung eine Überraschung. Mit Bäckermützen ausgestattet konnten sie nicht nur zusehen, wie ein Meister des Fachs den Teig zubereitet, sondern selbst zugreifen, die richtige Mischung herstellen und formen.

Für Werner Stump, den Vorsitzenden des Mühlenverbands Rhein-Erft-Rur war es eine weitere willkommene Gelegenheit, zahlreiche Gäste im weitläufigen Naturparkzentrum zu begrüßen. Ausstellungsmacher Reinhold Dreekes führte die ersten Gäste durch die Ausstellung. Einhelliges Urteil der Gäste: „Toll gemacht.“

 

Hofladen in Planung

Stump nutzte die Gelegenheit, die Vollendung des von ihm initiierten und mit großem persönlichen Engagement vorangetriebenen Naturparkzentrums für Ostern anzukündigen. Mit Hilfe des Erftverbandes, des Landschaftsverbands Rheinland sowie der Kreissparkasse Köln und zahlreicher anderer Beteiligter sei das Konzept im Rahmen der Regionale 2010 mit Ausstellungsräumen, dem Erftmuseum KM 51, dem 1,5 Hektar großen Wassererlebnispark und der Gastronomie auf eine geeignete Plattform gestellt worden, so Stump. „Das Naturparkzentrum ist ein einzigartiger außerschulischer Ort zum Lernen“.

Mit der Errichtung des Naturzentrums an der Erft in der alten Mühle wurde vor rund zehn Jahren begonnen. Inzwischen beherbergen die Gebäude das Rheinische Mühlen-Dokumentationszentrum, in dem sich Material über die einst vorhandenen 120 Wassermühlen im Rheinland befindet. Daneben gibt es eine Lehrbäckerei sowie einen Kräutergarten. Ein Hofladen ist in der Planung. Die Bau- und Restaurationsarbeiten an Mühle und Nebengebäuden sind weitgehend abgeschlossen.

 

Text: Norbert Kurth